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StartpunktBeschreibung kfkiGIS

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Starten von kfkiGIS,  benötigt Java (1.6.0_05 oder höher) auf Ihrem PC
 

Warum ein weiteres Web-GIS?

Im Angesicht der Tatsache, dass derzeit auf vielen Geo-Portalen GIS-Anwendungen verankert werden, stellt sich die Frage, warum mit kfkiGIS ein weiteres System – möglicherweise redundant – aufgesetzt werden sollte. Tatsächlich verhält es sich so, dass die eine oder andere Information, die über kfkiGIS erreicht wird, auch auf anderem Weg beschafft werden kann. Auch die Funktionalität im Einzelnen betrachtet unterscheidet sich in Teilen nicht maßgeblich von denen anderer Systeme. Dennoch ist es die Kombination der verschiedene Angebote, die diese Anwendung so interessant macht. Darüber hinaus wird mit der Bereitstellung von kfkiGIS die Erwartung verknüpft, dass auf diesem Wege Anwender erreicht und auf den Plan gerufen werden, dies sich bislang mit derlei Technologien nicht vertraut gemacht haben. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die in NOKIS erreichten Ziele für Interessierte „erfahrbar“ gemacht werden.

Die Komponenten von kfkiGIS

Das System kfkiGIS setzt sich aus einer Reihe von Komponenten zur Beschaffung und Darstellung von Informationen zusammen. Die Komponenten orientieren sich allesamt an internationalen Standards vom Open Gis Consortium (OGC) und gehen bisweilen deutlich darüber hinaus. Im Folgenden werden die einzelnen Komponenten näher vorgestellt.

Der WMS-Klient dient der Anbindung von Kartenservern Web-Mapping-Server). Neben freien Angeboten aus dem Internet, die beispielsweise Satellitenbilder bereit stellen, kann auch der Kartenserver des Portals Tideelbe angesprochen werden.

Der WFS-Klient erfüllt die gleiche Aufgabe wie der WMS-Klient, richtet seine Anfragen jedoch an sogenannte Web-Feature-Server. Ein solcher Server stellt Informationen als Vektordaten zur Verfügung. Zu den Besonderheiten eine WFS gehört, dass an ihn komplexe Anfragen gerichtet werden können, die beispielsweise den Raumbezug oder Schlüsselworte definieren. Damit lassen sich bereits gezielte Informationsrecherchen durchführen.

Eine direkte Anwendung für den WFS-Klienten ist die Anbindung des Nokis-Küsten-Gazetteers, der die seeseitigen Geometrien und Namen von Orten der deutschen Küste in einem OGC-konformen WFS-Service zur Verfügung stellt. Die Bezeichnung Gazetteer kann mit Ortsnamensverzeichnis übersetzt werden und meint im konkreten Fall des Küsten-Gazetteers, die Abbildung von Orten, mit seeseitigem Schwerpunkt, an der deutschen Küste in Bezug zu Zeit und Sprache. Räumliche Ausdehnung und Namen sind an der Küste oft größeren Veränderungen unterworfen als im Inland. Um dieser gesteigerten Dynamik von Morphologie und Namensgebung an der deutschen Küste gerecht zu werden, stellt dieser Service eine  sinnvolle Ergänzung  bei der Suche nach Datenbeständen dar. Denkbar wäre beispielsweise eine Anfrage nach Daten mit Hilfe der Ausdehnung der Insel Trischen im Jahre 1950.

Die CSW-Suche dient der Suche nach Metadaten. In kfkiGIS  könne hierzu der Nokis- als auch der WSV-Datenkatalog durchsucht werden. Die Ergebnisse einer solchen Anfrage werden mit Ihrem Raumbezug auf der Karte dargestellt und können dort selektiert und näher untersucht werden. Die Metadaten der Nokis-Infrastuktur zeichnen sich dadurch aus, dass neben dem umschreibenden Rechteck auch komplexe Polygone verwendet werden könne um die räumliche Ausdehnung eines Datums zu beschreiben. Dieser Umstand ist für eine Reihe von Fragestellungen äußerst hilfreich.

Das Planungstool für Seevermessung und Monitoring ist ebenfalls Bestandteil von kfkiGIS. In der Planung befindliche Mess- und Monitoring-Aktivitäten können hierüber recherchiert werden. Autorisierte Personenkreise können vor dem Hintergrund anderer Informationen  Mess- und Monitoring-Aktivitäten planen und veröffentlichen.
Über den Service-Desktop letztendlich werden Konzepte erfahrbar, die in Nokis entwickelt und prototypisch umgesetzt wurden. Für eine Reihe von Metadaten ist die Verknüpfung mit den eigentlichen Daten realisiert. Ein solcher Metadatensatz kann auf dem Service-Desktop übertragen und zum Ausführen weiterer Aktionen herangezogen werden. So lassen sich beispielsweise nach einer erfolgreichen Metadatenrecherche auch die Daten visualisieren oder mit einfachen Mitteln analysieren.
Beispielsweise wurde in einer Abschlussarbeit im Rahmen des Masterstudienganges EuroAquae von Herrn Vo die Eignung des OGC-Standards WFS hinsichtlich der Verwendung für nicht traditionelle GIS-Daten erprobt. Am Beispiel einer ADCP-Messkampagne in der Elbe aus dem Jahre 2002 hat er ein Szenario entworfen und implementiert, welches von der Speicherung der in einem proprietären Format vorliegenden Basisdaten in einer Datenbank, über deren Beschreibung mit ISO 19115-konformen Metadaten bis hin zur Bereitstellung über einen Web-Feature-Server einschließlich einer geeigneten Klient-Anwendung zur Darstellung der Daten reicht. Er hat erfolgreich gezeigt, dass unter ausschließlicher Verwendung von Standards auch GIS-untypische georeferenzierte Daten aus dem Küsteningenieurwesen verarbeitet und publiziert werden können.

kfkiGIS - mehr als Karten
kfkiGIS ist mehr als ein Informationssystem, das im Netz kostenfrei aufgerufen werden kann. Die Kernaufgabe von GIS besteht generell in der Verknüpfung von unterschiedlichen Informationen Mit kfkiGIS ist es erstmals gelungen, bereits offen verfügbare Informationsquellen aus dem Umfeld des Küsteningenieurwesens nutzbar zu machen. Darüber hinaus macht es die in Nokis entwickelten Technologien einem breiten Anwenderkreis verfügbar.

Die technische Realisierung
Die Realisierung von kfkiGIS erfolgte auf der Basis von Java-Webstart. Über einen in kürze auf der kfki-Website verfügbaren Link wird die Anwendung automatisch einmalig auf den Rechner des Nutzer heruntergeladen und dort gestartet. Die Ausführung ist performant und sicher und erfordert darüber hinaus keinerlei administrativen Aufwand.